Energiespartipps

Energie sparen ist das Gebot der Stunde und das schon seit Beginn der Energiewende.

Das Jahr 2021 war bereits von steigenden Energiepreisen betroffen. Der russische Angriffskrieg hat allerdings die Markturbulenzen und somit auch Preise am Großhandelsmarkt um ein Vielfaches erhöhen lassen. Unsere Kunden können sicher sein, dass wir als verlässlicher und fairer Partner weiterhin Energie liefern.

Dennoch ist in der heutigen Zeit die Energie eine starke finanzielle Belastung für viele Haushalte. Es gibt aber gute Neuigkeiten: Sie können effektiv Energie sparen! Wie Sie das machen, lesen Sie in den nachfolgenden Energiespartipps nach. Lassen Sie uns gemeinsam Energie sparen!

Heizspartipps – so sparen Sie am besten Erdgas ein

TIPP 1 – Behalten Sie die Temperatur im Blick – Ihr Einsparpotential: 320 €

In vielen Haushalten ist die Heizung ein Dauerläufer. Schließlich möchte man weder morgens noch abends frieren. Um hier effektiv zu sparen, nutzen sie programmierbare Thermostate. Diese senken die Temperatur automatisch ab und Sie müssen nichts mehr machen. Bei einem Einfamilienhaushalt mit 110 Quadratmetern Wohnfläche und herkömmlichen Heizkörpern lassen sich hiermit 430 Kilo C02 und 320 EURO pro Jahr einsparen.

TIPP 2 – Raus mit der Luft – Ihr Einsparpotential: 150 €

Oftmals heizen Heizkörper nicht mehr richtig und machen seltsame Geräusche. Das liegt oft daran, dass Luft im Heizsystem ist. Hiermit verschwenden Sie kostbare Energie. Um dem Abhilfe zu beschaffen, entlüften Sie Ihre Heizkörper regelmäßig mit einem Vierkantschlüssel. Sollten Sie keine Aufnahme für einen Vierkantschlüssel finden, dass handelt es sich vermutlich um ein System, mit automatischer Entlüftung. In einem durchschnittlichen Haushalt kann durch regelmäßiges Lüften bis zu 150 Euro im Jahr eingespart werden.

TIPP 3 – Temperatur anpassen – Ihr Einsparpotential: 190 €

Jeder Grad weniger in den Wohnräumen wirkt enorm auf den Gasverbrauch! Ob nun 21 oder 20 Grad ist für viele kaum spürbar – aber der Verbrauch sinkt in etwa um 6 %. Hierbei gilt:

  • Stufe *: 6 ° Celsius (Sternsymbol)
  • Stufe 1: 12 ° Celsius
  • Stufe ☽: 14 ° Celsius (Mond-Symbol)
  • Stufe 2: 16 ° Celsius
  • Stufe 3: 20 ° Celsius
  • Stufe 4: 24 ° Celsius
  • Stufe 5: 28 ° Celsius

Mit einem elektrischen Thermostat lässt sich die Temperatur noch feiner einstellen. Stellen Sie Ihre Heizkörper um ein Grad runter und sparen Sie bis zu 190 Euro im Jahr und 260 Kilo CO2 ein.

TIPP 4 – Richtig lüften – Ihr Einsparpotential: 390 €

Lüften ist in der Heizperiode besonders wichtig. Hierbei sollten Sie drei – viermal am Tag mit komplett geöffneten Fenstern (für wenige Minuten) kräftig lüften. Quer- oder Stoßlüften sind hierbei sinnvoll. Das fördert die Gesundheit und spart eine Menge Energie ein. Dauerlüften mit gekippten Fenstern kann hingegen zum Auskühlen der Wände führen, was die Schimmelbildung begünstigt. In kalten Monaten reichen fünf Minuten und in warmen Monaten zehn Minuten lüften aus. Wer kräftig lüftet statt dauerlüftet, spart bis zu 500 Kilo CO2 und 390 Euro im Jahr.

TIPP 5 – Hydraulischer Abgleich – Ihr Einsparpotential: 220 €

Wenn die Heizkörper Geräusche machen und gluckern, wenn ihre Temperatur zwischen den Zimmern bei gleicher Einstellung stark schwankt, kann das, neben Luft im System (entlüften!) , auch an ungleichen hydraulischen Verhältnissen liegen. Hier kann ein hydraulischer Abgleich für Abhilfe sorgen. Dadurch kann die Wassermenge ausgeglichen und die Heizenergie effizienter eingesetzt werden. Diesen Abgleich sollte allerdings ein Fachmann durchführen. Ein hydraulischer Abgleich kann bis zu 290 Kilo CO2 und 220 Euro jährlich einsparen.

TIPP 6 – Sparsamer Umgang mit Warmwasser – Ihr Einsparpotential: 450 €

Aktuell werden ca. 14 % des Energieverbrauches des durchschnittliches Haushalts für warmes Wasser im Haushalt verbraucht. Hier besteht ein hohes Einsparpotential. Und dies zugleich für Energie und Wasser!

Wenn sich in einem Drei-Personenhaushalt alle im Durchschnitt fünfmal am Tag die Hände mit kaltem statt warmem Wasser waschen und dabei jeweils etwa zwei Liter verbrauchen, spart man damit etwa 90 Euro an Gaskosten pro Jahr. Würde das Wasser elektrisch erhitzt, wären es sogar 220 Euro. Wer einen Wassersparduschkopf nutzt, spart bei einem durchschnittlichen Haushalt mit drei Personen jährlich erstaunliche 37.800 Liter Wasser ein, das zudem mit 2550 kWh erwärmt werden müsste. Das entspricht einer Ersparnis von 450 Euro! Wer außerdem auf ein regelmäßiges Vollbad in einer 120-Liter-Badewanne verzichtet, spart noch mehr Energie und rund 270 Euro an Heizkosten jährlich ein.

TIPP 7 – Dichte Fenster – Ihr Einsparpotential: 20 €

Insbesondere bei alten Fenstern, welche nicht immer so dicht sind, geht Energie verloren. Mit Gummidichtungen und Schaumdichtungsband aus dem Baumarkt kann dieses Problem behoben werden. Aber wie erkenne ich ob meine Fenster dicht sind? Einfach eine Kerze oder ein Teelicht anzünden und vor die Fensterdichtungen halten. Hier erkennt ihr schnell die undichten Stellen.

Dichte Fenster reduzieren den CO2-Ausstoß in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus um rund 230 Kilo im Jahr und sorgen für eine Energieeinsparung von 900kWh. Das macht etwa 20 Euro pro Fenster und Jahr aus, also bei 10 Fenstern rund 200 Euro.

TIPP 8 – Runter mit dem Rollo – Ihr Einsparpotential: 40 €

In den kalten Nächten verliert der Wohnraum über die Fenster viel Wärme. Hier hilft es Rollos, Vorhänge oder Jalousien zuzuziehen. Der Isolationseffekt bringt mehr als viele denken.

Hierbei lässt sich pro Jahr bis zu 50 Kilo CO2 und 40 Euro einsparen

TIPP 9 – Heizungsrohre dämmen – Ihr Einsparpotential: 750 €

Nicht gedämmte Rohre verlieren viel Energie – hier könnt Ihr mit Rohrschalen (aus dem Baumarkt) Abhilfe schaffen. Übrigens: Gedämmte Rohre sind seit der Energiesparverordnung (EnEV) bereits zur Pflicht geworden.

In einem Einfamilienhaus mit 110 Quadratmeter lässt sich durch gedämmte Rohre ca. 4.100 kWh sparen und somit bis zu 750 Euro im Jahr sparen.

TIPP 10 – Alte Heizungspumpe tauschen – Ihr Einsparpotential: 140 €

Bei alten Heizungspumpen handelt es sich um wahre Stromfresser. Bis zu 20 % des durchschnittlichen Haushaltsverbrauch werden durch alte Heizungspumpen erzeugt. Ein Umstieg auf eine moderne und effiziente Pumpe lohnt sich auf jeden Fall. Diese sind auch im Baumarkt erhältlich. Mit einer 15 Watt Heizungspumpe können Stromkosten von ca. 140 Euro eingespart werden.

 

Stromspartipps – Tipps für die Küche

TIPP 1 – Kochen mit dem Deckel – Ihr Einsparpotential: 30 €

„Jeder Topf findet seinen Deckel“ heißt es. Und das ist auch gut so. Denn ein passender und gut schließender Deckel hilft, beim Kochen rund die Hälfte der Energie einzusparen, indem er die Wärme im Topf hält. Auch die Herdplatte sollte zur Topfgröße passen. Umgekehrt gilt: Der Durchmesser des Topfs oder der Pfanne darf auch etwas größer sein als die Platte. Und: Auch hier sollte nur so viel Wasser verwendet werden, wie nötig. Das kann man zuvor im Wasserkocher erhitzen, denn der benötigt, wie gesagt, deutlich weniger Energie als der Herd. Der richtige Deckel zum Topf spart im Schnitt rund 30 Euro und 30 Kilo CO2  pro Jahr ein.

TIPP 2 – Kühlschrank schnell schließen – Ihr Einsparpotential: 10 €

Immer, wenn die Kühlschranktür aufgeht und je länger sie offen bleibt, entweicht Kälte. Das muss das Gerät durch hohen Energieeinsatz wieder ausgleichen. Wer vorher ein bisschen überlegt, was er alles benötigt und die Tür auch gleich wieder schließt, selbst wenn er sie dann mehrfach kurz öffnen muss, spart Energie. Umgekehrt gilt auch hier: Je voller der Kühlschrank, desto besser. Wer seinen Saftvorrat im Kühlschrank lagert, kann dadurch sogar Energie sparen. Denn der Saft wirkt wie ein zusätzlicher Kühlakku, der die Kälte speichert. Das überlegte Öffnen des Kühlschranks bringt rund zehn Euro und zwölf Kilogramm CO2 -Einsparung pro Jahr.

TIPP 3 – Gefrierschrank abtauen – Ihr Einsparpotential: 10 €

Man könnte meinen, die dicke Eisschicht im Kühlfach oder in der Kühltruhe sorgt für effiziente Kühlung. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Wird die Eisschicht im Kühlschrank zu dick, erhöht sich der Stromverbrauch. Eine Eisschicht von fünf Millimetern erhöht den Stromverbrauch um rund 30 Prozent. Daher sollte man das Gerät ein- bis zweimal im Jahr abtauen. Auch bei einem moderneren Gerät bringt das regelmäßige Abtauen und Verhindern von Vereisung eine Ersparnis von rund zehn Euro und zwölf Kilogramm CO2 pro Jahr.

TIPP 4 – Backofen nicht vorheizen – Ihr Einsparpotential: 30 €

„Backofen vorheizen“, heißt es oft auf der Verpackung von Schnellgerichten oder im Kuchenrezept. In Wahrheit kann man darauf in den meisten Fällen verzichten. Die angegebene Garzeit verlängert sich einfach nur ein wenig. Dafür wird die Energie wesentlich effizienter genutzt – vor allem, wenn man am Ende auch noch früher ausschaltet. Oft kann man schon einige Minuten vor dem Ende abdrehen, weil die Restwärme ausreicht, um das Gericht fertig zu garen oder zu backen. Wer ohne Vorheizen und mit Restwärme kocht und backt, spart pro Jahr im Schnitt rund 30 Euro und 30 Kilo COein.

TIPP 5 – Nur so viel Wasser koche wie notwendig – Ihr Einsparpotential: 10 €

Der Wasserkocher ist zum Erhitzen von Wasser, zum Beispiel für einen Tee, viel effizienter als der Elektroherd. Aber man kann mit einem ganz simplen Mittel noch mehr erreichen: Einfach weniger Wasser erhitzen – nämlich nur die Menge, die man auch tatsächlich benötigt. Der Wasserkocher braucht nicht nur länger. Er verbraucht auch wesentlich mehr Energie, je mehr Wasser er zum Kochen bringen muss. Wer auf die richtige Füllmenge achtet, kann damit im Durchschnitt etwa zehn Euro an Stromkosten pro Jahr sparen.

TIPP 6 – Keine zwei Kühlgeräte – Ihr Einsparpotential: 240 €

In vielen Haushalten laufen Gefriertruhen oder Zweitkühlschränke im Keller das ganze Jahr über. Aber sind die auch wirklich nötig? Oft handelt es sich dabei auch noch um alte und große, wenig befüllte Geräte. Sie treiben schleichend die Stromrechnung nach oben. Hier lohnt sich nachzudenken, ob man so ein Gerät tatsächlich benötigt oder nicht lieber entsorgt. Mit dem Abschalten einer alten Gefriertruhe kann man 500 bis 600 Kilowattstunden pro Jahr einsparen. Das macht rund 240 Euro und 270 Kilogramm CO2 aus.

TIPP 7 – Energieeffizientes Kühlgerät – Ihr Einsparpotential: 90 €

Die wohl bequemste Art, Energiekosten zu sparen: mit der Anschaffung eines energieeffizienten Kühlschranks. Dafür muss man zwar etwas Geld in die Hand nehmen. Doch die Investition macht sich schnell bezahlt – und lohnt sich für die Umwelt sofort. Die bessere Energiebilanz gleicht sogar die Umweltbelastung der Produktion bald wieder aus. Allerdings ist der Austausch erst wirklich sinnvoll, wenn das neue Gerät mindestens 50 % weniger Strom verbraucht als das alte. Hier helfen die Energieeffizienzklassen und die Verbrauchsangaben. Auch Größe und Auslastung des Kühlschranks spielen eine Rolle für die Energieeffizienz. Ein großer, aber halb leerer verbraucht deutlich mehr Energie als ein kleinerer, voller.

Mit einem energieeffizienten Kühlschrank spart man, bei einer einmaligen Investition ab 330 Euro, rund 90 Euro pro Jahr sowie beachtliche 105 Kilogramm COein.

Stromspartipps – Tipps beim Waschen

TIPP 1 – Ohne Vorwäsche waschen – Ihr Einsparpotential: 10 €

Wie das Vorheizen beim Ofen kann man sich auch die Vorwäsche beim Waschen meist komplett sparen. In den wenigsten Fällen ist die Verschmutzung so groß, dass vor der Hauptwäsche wirklich noch eine Vorwäsche nötig wäre. Bei drei Waschgängen pro Woche kann man – ohne Vorwäsche – im Jahr rund zehn Euro an Energiekosten einsparen und elf Kilo CO2.

TIPP 2 – Ökowaschgang nutzen – Ihr Einsparpotential: 50 €

Ökoprogramme bei Wasch- und Spülmaschinen heißen nicht umsonst so. Sie verbrauchen weniger Energie, weil sie das Wasser nicht ganz so hoch erhitzen. So dauert der Waschgang zwar etwas länger, weil das Waschmittel mehr Zeit zum Einwirken bekommt. Aber es wird weniger Energie und Wasser verbraucht. Allerdings sollte man alle drei Monate das Gerät einmal mit hoher Temperatur durchlaufen lassen, um mögliche Keime abzutöten.

Wer konsequent auf den Ökomodus setzt, spart sich – aufs Jahr gerechnet – 50 Euro und der Umwelt 48 Kilogramm CO2.

TIPP 3 – Waschmaschine an Warmwasseranschluss  – Ihr Einsparpotential: 40 €

Waschmaschinen und Trockner gehören zu den Geräten im Haushalt, die die meiste Energie verbrauchen. Entsprechend viel Einsparpotenzial bieten sie auch. Eine einfache Maßnahme mit großer Wirkung bietet sich hier an: Wasch- und Spülmaschinen können auch direkt an den Warmwasseranschluss angeschlossen werden. Damit kann man viel Energie sparen. Und noch mehr in Kombination mit einer Solartherme auf dem Dach.

Mit dem Warmwasser-Trick kann man rund ein Viertel der Stromkosten sparen – und das bei jedem Waschgang. Insgesamt kann das im Jahr rund 40 Euro ausmachen bei 47 Kilogramm weniger CO2.

TIPP 4 – Wäsche an der Luft trocknen  – Ihr Einsparpotential: 70 €

Egal wie energieeffizient ein Trockner ist – es gibt immer eine bessere Alternative: Luft. Gerade im Sommer lässt sich Wäsche wunderbar an der Wäscheleine oder am Wäscheständer trocknen. Und wenn es doch mal der Trockner sein muss, dann einer der Energieeffizienzklasse A und gut geschleuderter Wäsche.

Wer auf den Wäschetrockner verzichtet und stattdessen die Luft für sich arbeiten lässt, spart ca. 70 Euro im Jahr und vermeidet beachtliche 85 Kilogramm CO2.

TIPP 5 – Bei 30° waschen  – Ihr Einsparpotential: 30 €

Nicht nur die Vorwäsche ist zumeist unnötig. Mit modernen Waschmitteln und -maschinen reicht auch eine Waschtemperatur von 30 Grad vollkommen aus. Das spart viel Energie, denn bei jedem Waschgang wird ein Großteil der Energie fürs Aufheizen des Wassers verbraucht.

Geht man von zwei Waschgängen pro Woche mit 30 statt 60 Grad aus, ergibt das eine Einsparung von 30 Euro und 25 Kilogramm COpro Jahr.

Stromspartipps – Tipps im Badezimmer und für die Heizung

TIPP 1 – Zeit ist Geld – Ihr Einsparpotential: 20 €

Das gilt auch beim Warmwasser. Je länger Wasser in einem Warmwasserspeicher auf Temperatur gehalten wird, desto mehr Energie verbraucht das – auch wenn das heiße Wasser gar nicht verwendet wird. Deshalb empfiehlt sich, einmal genau zu prüfen, wann und wo das Wasser wirklich benötigt wird. Wie sieht es zum Beispiel im Gästezimmer oder im Hobbykeller aus? Müssen die E-Thermen hier immer in Betrieb sein oder kann man sie zeitweise auch abschalten? Und in der Küche? Hier kann man die Therme z. B. ganz abschalten, wenn man am Wochenende sowieso nicht zuhause ist. Auch Zeitschaltuhren und Thermostopps können hier helfen, die Einsparpotenziale zu nutzen.

Bei minimalen Kosten für eine Zeitschaltuhr lassen sich im Jahr rund 20 Euro einsparen und 23 Kilo CO2 vermeiden.

TIPP 2 – Passende Temperatur einstellen – Ihr Einsparpotential: 50 €

Wie beim Ökomodus im Waschgang ist auch im Rest des Haushalts die Warmwassertemperatur entscheidend für den Energieverbrauch. Für das warme Wasser in Küche und Bad reichen 60 Grad aus – auch für ein heißes Bad. Das bringt eine Stromersparnis von 10% – und weniger Probleme mit der Verkalkung. Aber Vorsicht: Unter 60 Grad sollte die Temperatur vor allem bei elektrischen Speichern nicht dauerhaft gesenkt werden, um Gesundheitsrisiken durch Legionellen auszuschließen.

Die reduzierte Warmwassertemperatur in Küche und Bad bringen in einem mittleren Haushalt rechnerisch rund 50 Euro und 55 Kilo CO2 Einsparung pro Jahr.

TIPP 3 – Heizungspumpe anpassen – Ihr Einsparpotential: 140 €

Wenn das Wasser zentral erwärmt wird, braucht es auch eine zentrale Heizungspumpe im Heizungskeller, die in vielen Fällen veraltet ist – und damit ein echter Stromfresser. Wenn die Pumpe nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, sollte man darüber nachdenken, sie auszutauschen, denn moderne Pumpen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom. Auch ohne Auswechseln kann man etwas tun: Man kann Leistung der Umwälzpumpe herunterregulieren und dann überprüfen, ob noch genügend Wärme an den Heizkörpern ankommt. Im Sommer kann man Heizung und Pumpe sowieso auch komplett abschalten.

Wer seine alte Pumpe durch eine energieeffiziente, neue ersetzt, muss dafür zwar rund 400 Euro investieren (gegebenenfalls abzüglich Förderung), spart damit aber – pro Jahr – bis zu 140 Euro an Energiekosten und 155 Kilogramm CO2.

TIPP 4 – Wasser sparen beim duschen – Ihr Einsparpotential: 320 €

Etwas kälter und kürzer duschen ist eine Möglichkeit, aber keine sehr angenehme. Weniger Wasser verbrauchen geht dagegen ganz einfach und bequem: indem man in der Dusche einen Sparduschkopf und am Wasserhahn einen Durchflussbegrenzer verwendet. Die mischen etwas Luft in den Wasserstrahl, so dass dieser nicht schwächer, aber weniger Wasser verbraucht wird. Öfter duschen statt baden spart auch eine Menge Energie.

Mit Sparduschkopf und Durchflussbegrenzer lassen sich im Jahr rund 320 Euro und 365 Kilogramm Kohlendioxid einsparen.

TIPP 5 – Zirkulationspumpe stoppen – Ihr Einsparpotential: 110 €

Nicht nur größere Gebäude, sondern auch Einfamilienhäuser verfügen oft über eine Zirkulationspumpe, die, wie der Name schon sagt, das warme Wasser im Gebäude zirkulieren lässt – dabei aber Energie verbraucht. Auch dieser Energieverbrauch lässt sich durch eine Zeitschaltuhr reduzieren. In einem Einfamilienhaus kann man die Pumpe auch ganz ausschalten. Einziger Nachteil: Man muss im Zweifelsfall ein wenig warten, bis warmes Wasser aus dem Hahn kommt.

Rund 110 Euro Einsparung sind für einen Vier-Personenhaushalt in einem Einfamilienhaus pro Jahr drin.

Stromspartipps – Tipps bei Geräten und Produkten

 

TIPP 1 – Energieeffiziente Geräte – Ihr Einsparpotential: 90 €

Das Thema Energieeffizienzklasse hatten wir bereits bei den Kühlschränken. Energieeffizienz wirkt sich aber auch bei anderen Geräten positiv aus. Ein moderner Geschirrspüler verbraucht im Schnitt ein Drittel weniger Strom als ein 10 Jahre altes Gerät. Ähnliches gilt auch für Fernseher: Gerade großflächige, ältere Bildschirme brauchen vergleichsweise viel Energie. Wer ein älteres Plasmagerät durch einen modernen LED-TV ersetzt, wird Augen machen. Nicht nur wegen der Bildbrillanz.

Auch hier schlägt zunächst die Anschaffung zu Buche. Aber mittelfristig profitieren nicht nur das Auge, sondern auch die Umwelt und der Geldbeutel. 90 Euro Energiekosteneinsparung bei rund 105 Kilo weniger CO2 sind mit energieeffizienten Geräten im Jahr drin.

TIPP 2 – Stand-By vermeiden – Ihr Einsparpotential: 150 €

Viele elektronische Geräte werden heute nicht mehr wirklich ausgeschaltet, sondern landen im Ruhe- oder Stand-by-Modus. So verbrauchen sie – schleichend und unnötig – weiterhin Strom. Und das nicht zu wenig. Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes verursacht der Stand-by-Modus von Elektrogeräten in Deutschland rund vier Milliarden Euro an Stromkosten. Wer Elektrogeräte richtig ausschaltet, Ladegeräte nach dem Laden gleich aus der Steckdose zieht und bei mehreren Geräten abschaltbare Steckdosenleisten verwendet, ist im Spar-Modus.

In einem mittleren Haushalt lassen sich durch den Standby-Stop pro Jahr rund 150 Euro und 170 Kilo CO2 einsparen.

TIPP 3 – Laptop statt PC – Ihr Einsparpotential: 30 €

Moderne Laptops können es heute in Punkto Leistung und Anwendungen mit vielen Desktop-PCs aufnehmen, sind aber weit energieeffizienter. Bei einem Tablet ist die Energie- und Klimabilanz noch besser. Der Grund: Mobile Geräte sind von Hause aus auf Energieeffizienz getrimmt, um eine möglichst lange Akkudauer zu ermöglichen. Während ein gewöhnlicher Desktop-PC im Alltagsbetrieb zwischen 70 und 80 Watt und mehr benötigt, sind es bei einem Laptop nur rund 30 Watt, bei Tablets sogar noch weniger.

Wer statt eines herkömmlichen Rechners einen Laptop oder ein Tablet verwendet, fährt um 30 Euro billiger und entlastet die Umwelt um 27 Kilo CO– pro Jahr.

TIPP 4 – Die richtige Größe macht’s – Ihr Einsparpotential: 40 €

Was für den Tipp mit den Kühlschränken gilt, gilt auch für alle anderen Geräte im Gebäude: Die richtige Größe macht es. Überdimensionierte Kühlschränke sind ebenso ineffizient wie zu große Waschmaschinen. Für einen mittleren Haushalt reicht eine Waschmaschine mit fünf bis sechs Liter Fassungsvermögen. Nur für einen größeren Haushalte braucht man ein Gerät mit acht Liter.

Durch die richtige Gerätedimension können – pro Jahr – rund 40 Euro Stromkosten und 42 Kilo CO2 vermieden werden.

TIPP 5 – Geräte ggf. länger nutzen – Ihr Einsparpotential: 16 Kilo CO2

Bei Elektrogeräten sorgt die Herstellung für die größte Umweltbelastung – meist weit mehr als die eigentliche Nutzung. Das beginnt beim Abbau der Rohstoffe, geht über den Energieverbrauch bei der Herstellung und reicht bis zum Transport um die halbe Welt bis zum Käufer. Je länger man das Gerät dann nutzt, desto besser wirkt sich das auf die Klimabilanz aus. Die gilt es abzuwägen mit den Vorteilen von energieeffizienten Geräten.

Die Weiternutzung spart zwar keine Energie, aber Ressourcen. Für die Klimabilanz bingt es im Schnitt rund 16 Kilogramm CO– pro Jahr.

TIPP 6 – LED und Energiesparlampen verwenden – Ihr Einsparpotential: 210 €

LEDs haben den Markt schon weitgehend erobert. In einigen Haushalten fressen aber noch alte Glüh- und Halogenlampen zu viel Strom. Wer auf LED umsteigt, kann von deren niedrigen Verbräuchen profitieren. Die LED-Lampen sind in der Anschaffung zwar ein wenig teurer. Aber die Effekte sind erleuchtend.

Wer zehn herkömmliche 60-Watt-Lampen durch LED-Lampen ersetzt, spart dadurch rund 520 kWh im Jahr. Das entspricht, je nach Stromtarif, etwa 210 Euro. Außerdem können – auf diese Weise – 145 Kilo CO2 vermieden werden.

TIPP 7 – natürlich lüften – Ihr Einsparpotential: 50 €

Klimaanlagen sind cool – aber auch echte Stromfresser. Wer auf sie – zumindest zeitweise – verzichtet, kann viel Strom sparen und muß dennoch nicht auf ein angenehmes Raumklima verzichten. Einfach nachts und morgens Fenster öffnen und die kühlere Luft hereinlassen, dafür tagsüber Fenster und Jalousien geschlossen halten und einen Ventilator nutzen. Und: Auch bei Klimaanlagen sollte man natürlich auf die Energieeffizienzklasse achten.

Wer auf die Klimaanlage temporär verzichtet, kann in einem mittleren Haushalt bis zu 50 Euro und 56 Kilo Kohlendioxid im Jahr einsparen.

 

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